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Wissensbereich: Tracht & Saison

Trachtpflanzen & Richtwerte

Tracht Richtwerte Regionalität Stand: März 2026

Wichtiger Hinweis: Tracht ist hoch regional. Diese Seite ist bewusst als Orientierung gedacht. Entscheidend ist, was bei dir wirklich wächst und wie das Wetter vor Ort ist.

Warum Tracht so schwer „zu kartieren“ ist

Warum „Blüte = Tracht“ oft nicht stimmt
  • Kalt/windig: Flug ist reduziert, Blüten geben weniger ab.
  • Regen: sammelt/verdünnt Nektar, unterbricht Sammelflug.
  • Trockenstress: Pflanzen können trotz Blüte weniger Nektar produzieren.
  • Volksstärke: Ein starkes Volk nutzt ein kurzes Fenster viel besser als ein schwaches.

Nektar vs. Pollen (und warum beides zählt)

In der Praxis bedeutet das: Eine Region kann „blühen“, aber das Volk hat trotzdem Stress, wenn z.B. pollenreiche Quellen fehlen oder das Wetter den Flug verhindert.

Typische Saisonreihenfolge

Sehr grob (je nach Region): Weide/Hasel → Obstblüte/Löwenzahn → Raps → Robinie → Brombeere → Linde → Spätsommer.

Das ist kein Kalender. Es ist eine Denkweise: „Welche Quellen kommen typischerweise als Nächstes?“

Richtwert-Tabelle (BeeHiveMap)

BeeHiveMap nutzt intern Richtwerte für einige Tracht‑Marker (für Overlays wie Blütephasen/Trachtlücke). Das sind bewusst grobe Korridore, die regional stark abweichen können.

Pflanze GTS Start GTS Ende Gewichtung
Weide175260hoch
Löwenzahn350700hoch
Kirsche365530mittel
Apfel530700hoch
Raps550800hoch
Kastanie550700niedrig
Holunder820900niedrig
Robinie8501050hoch
Faulbaum9001050niedrig
Brombeere11001250mittel
Sommerlinde12001400hoch
Winterlinde14001550hoch

„Gewichtung“ ist eine interne Priorisierung (hoch/mittel/niedrig) und keine Aussage über deinen konkreten Standort.

Wie du diese Tabelle am besten nutzt
  1. Als Reihenfolge, nicht als Kalender: „Was kommt als Nächstes?“
  2. Als Vergleich: Tal vs. Hang, Stadt vs. Land
  3. Als Startwerte: Presets setzen, 1 Saison beobachten, dann anpassen

BeeHiveMap Tracht‑Overlays

BeeHiveMap bietet Overlays, die Tracht in einer Region indikativ darstellen (nicht als Garantie):

Siehe auch: Overlays erklärt.

Trachtwetter: wann es wirklich „läuft“

„Trachtwetter“ ist die Kombination aus Angebot (was blüht) und Nutzbarkeit (können Bienen es eintragen?). Typisch gute Bedingungen sind: warm genug, wenig Wind, kein Regen.

Dazu passend: Bienenflug & Flugwetter und der Trachtwetter‑Index in den Overlays.

Praxis: so kalibrierst du für deinen Stand

  1. Marker wählen: Notiere 5–10 Pflanzen, die bei dir wirklich vorkommen (siehe Phänologie).
  2. 1 Saison beobachten: Wann startet/endet Eintrag wirklich? (Wetter/Blüte/Volksstärke notieren)
  3. Alarme anpassen: Presets als Start, dann Schwellwerte nach deinen Beobachtungen justieren.
  4. Verlauf nutzen: Unter Benachrichtigungen siehst du, wann Alarme ausgelöst haben.

Tipp: In den Presets kannst du nach Pflanzen/Phasen suchen („Alarm suchen…“) und dir Marker direkt als Alarm speichern.

FAQ

Warum ist Raps manchmal „gelb“, aber es kommt wenig rein?

Blüte ist nicht gleich Nektarfluss. Kälte, Wind, Regen oder Trockenstress können den Eintrag stark reduzieren. Nutze Trachtwetter‑Index/Flugwetter als Zusatz und bewerte am Stand (Waage/Flugloch/Eintrag).

Kann BeeHiveMap „sehen“, ob bei mir wirklich Pflanzen stehen?

Nein. BeeHiveMap arbeitet mit Richtwerten/Indikatoren (Wärme/Saison). Ob die Pflanze an deinem Stand wirklich vorkommt, hängt von Landschaft, Anbau und Region ab.